Typische Symptome sind plötzliches Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Übelkeit, ein Gefühl der Entfremdung oder Todesangst. Diese Symptome treten oft plötzlich und intensiv auf.
Was tun während einer Angstattacke?
Eine Angstattacke kann sich physisch und psychisch sehr real anfühlen, obwohl sie keine unmittelbare körperliche Gefahr darstellt. Die Symptome können von Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern bis hin zu Gefühlen der Derealisation oder Depersonalisation reichen. Das Wichtigste in diesem Moment ist, sich bewusst zu machen, dass die Attacke vorübergehend ist und Sie die Kontrolle zurückgewinnen können.
Sofortmaßnahmen während einer Attacke:
- Atmen Sie bewusst: Konzentrieren Sie sich auf tiefe, langsame Atemzüge. Atmen Sie langsam durch die Nase ein und durch den Mund aus. Zählen Sie dabei bis vier beim Einatmen und bis sechs beim Ausatmen. Dies hilft, den physiologischen Stress zu reduzieren.
- Erdungstechniken (Grounding): Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Umgebung. Benennen Sie fünf Dinge, die Sie sehen, vier Dinge, die Sie fühlen, drei Dinge, die Sie hören, zwei Dinge, die Sie riechen, und eine Sache, die Sie schmecken können.
- Akzeptanz statt Kampf: Versuchen Sie, die Angst nicht wegzudrücken, sondern sie als vorübergehendes Gefühl zu akzeptieren. Der Widerstand kann die Intensität verstärken.
- Körperliche Bewegung: Leichte Bewegung wie ein Spaziergang kann helfen, angestaute Energie abzubauen und den Fokus zu verlagern.
- Suchen Sie einen ruhigen Ort: Wenn möglich, begeben Sie sich an einen Ort, an dem Sie sich sicher und weniger überstimuliert fühlen.
Mögliche Ursachen und Prävention:
Angstattacken können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, darunter Stress, genetische Veranlagung, traumatische Erlebnisse oder bestimmte Umweltfaktoren. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität kann präventiv wirken. Techniken wie Achtsamkeit, Meditation und Yoga können ebenfalls helfen, das allgemeine Angstniveau zu senken und die Resilienz zu stärken.
Langfristig ist eine professionelle Behandlung, wie z.B. kognitive Verhaltenstherapie (KVT), oft sehr effektiv. KVT hilft dabei, angstauslösende Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern sowie Bewältigungsstrategien zu entwickeln.