Braxton-Hicks-Kontraktionen sind oft nicht schmerzhaft, sondern fühlen sich eher wie ein leichtes Anspannen oder Zusammenziehen des Bauches an. Bei manchen Frauen können sie jedoch auch unangenehm sein, sind aber in der Regel nicht so intensiv wie echte Geburtswehen.
Unterschied zwischen Geburtswehen und Braxton-Hicks-Kontraktionen
Während der Schwangerschaft erfährt der Körper einer Frau zahlreiche Veränderungen, und das Auftreten von Gebärmutterkontraktionen ist ein natürlicher Teil dieses Prozesses. Es ist von entscheidender Bedeutung, zwischen Braxton-Hicks-Kontraktionen, oft als "Übungswehen" bezeichnet, und echten Geburtswehen unterscheiden zu können, da dies Auswirkungen auf das weitere Vorgehen hat.
Braxton-Hicks-Kontraktionen (Übungswehen)
- Merkmale: Diese Kontraktionen sind unregelmäßig, unvorhersehbar und oft schmerzlos oder nur leicht unangenehm. Sie betreffen typischerweise nur bestimmte Bereiche der Gebärmutter, oft den oberen Teil, und fühlen sich an wie ein Anspannen oder Zusammenziehen des Bauches. Die Intensität und Häufigkeit variieren stark und sie treten oft nach körperlicher Anstrengung, Dehydrierung oder wenn die Blase voll ist, auf.
- Auslöser: Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, darunter Aktivität der Mutter, die Aktivität des Babys, volle Blase, Dehydrierung oder sogar Berührung des Bauches.
- Dauer und Muster: Sie haben keine feste Dauer und kein regelmäßiges Muster. Sie können für kurze Zeit auftreten und dann wieder verschwinden.
Echte Geburtswehen
- Merkmale: Echte Wehen sind regelmäßig, werden mit der Zeit stärker, dauern länger und treten in kürzeren Abständen auf. Sie beginnen oft im Rücken und strahlen nach vorne in den Unterbauch und die Leistenregion aus. Das Gefühl ist intensiver und schmerzhafter als bei Braxton-Hicks-Kontraktionen.
- Fortschritt: Das wichtigste Merkmal echter Wehen ist ihre fortschreitende Natur. Sie bewirken eine Öffnung und Verkürzung des Gebärmutterhalses, was letztendlich zur Geburt führt.
- Dauer und Muster: Echte Wehen folgen einem zunehmend regelmäßigen Muster, z.B. alle 5-10 Minuten, dauern jeweils 30-70 Sekunden und werden stärker und häufiger.
Wann zum Arzt?
Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um Braxton-Hicks- oder echte Wehen handelt, ist es immer am besten, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme zu kontaktieren. Insbesondere bei folgenden Anzeichen sollten Sie umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen: regelmäßige, schmerzhafte Kontraktionen, die alle 5-10 Minuten auftreten, nachlassende Kindsbewegungen, Blutungen, Fruchtwasserabgang oder Fieber.
Vorbeugende Maßnahmen und Linderung
Obwohl Braxton-Hicks-Kontraktionen nicht vermieden werden können, kann ihre Häufigkeit oft durch einfache Maßnahmen reduziert werden. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewegung und das Leeren der Blase sind wichtig. Wenn Kontraktionen auftreten, kann ein Positionswechsel, eine Blasenentleerung oder Entspannung helfen, diese zu lindern.