Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, höherem Alter und bekannten Allergien gegen jodhaltige Kontrastmittel haben ein erhöhtes Risiko.
Risiken einer CT mit Kontrastmittel
Die Verabreichung von jodhaltigen Kontrastmitteln während einer CT-Untersuchung ist in der Regel sicher, birgt jedoch spezifische Risiken, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Das häufigste und wichtigste Risiko betrifft die Nierenfunktion.Nierenfunktionsstörungen (Kontrastmittel-induzierte Nephropathie)
Jodhaltige Kontrastmittel werden über die Nieren ausgeschieden. Bei Personen mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes oder Dehydrierung kann dies zu einer vorübergehenden oder seltener auch zu einer dauerhaften Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Die Kontrastmittel-induzierte Nephropathie (CIN) ist eine akute Nierenschädigung, die durch das Kontrastmittel ausgelöst wird.
Allergische Reaktionen
Obwohl selten, können allergische Reaktionen auf jodhaltige Kontrastmittel auftreten. Diese können von milden Symptomen wie Hautausschlag, Juckreiz oder Übelkeit bis hin zu schweren, potenziell lebensbedrohlichen Reaktionen wie einem anaphylaktischen Schock reichen. Vor jeder Kontrastmittelgabe wird daher eine ausführliche Anamnese bezüglich bekannter Allergien erhoben.
Andere seltene Risiken
Weitere, wenn auch sehr seltene Risiken können eine Schilddrüsenüberfunktion (bei vorbestehenden Schilddrüsenerkrankungen) oder in sehr seltenen Fällen auch Blutgerinnungsstörungen sein.
Symptome und Prävention
Die Symptome einer Nierenfunktionsstörung nach Kontrastmittelgabe sind oft unspezifisch und können erst nach einigen Tagen auftreten. Dazu gehören verminderte Urinausscheidung, Müdigkeit oder Schwellungen. Allergische Reaktionen treten meist unmittelbar nach der Verabreichung auf und äußern sich durch Hautrötungen, Atembeschwerden oder Kreislaufinstabilität. Um die Risiken zu minimieren, werden vor der Untersuchung folgende präventive Maßnahmen ergriffen:- Detaillierte Anamnese über Vorerkrankungen (insbesondere Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen), Allergien und Medikamenteneinnahme.
- Bei bekannten Risikofaktoren kann eine ausreichende Hydrierung vor und nach der Untersuchung empfohlen werden.
- Gegebenenfalls kann eine Überprüfung der Nierenwerte (Kreatinin) im Blut vor der Untersuchung erfolgen.
- Bei bestimmten Vorerkrankungen können alternative bildgebende Verfahren oder spezielle Kontrastmittel in Betracht gezogen werden.