Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der die Aufnahme von Gluten zu einer Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt. Diese Erkrankung kann sich auf vielfältige Weise äußern, von Verdauungsbeschwerden bis hin zu unspezifischen Symptomen, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen können. Daher ist das Verständnis der Diagnosemethoden von größter Bedeutung für Betroffene und ihre Angehörigen. Die genaue Erkennung von Zöliakie ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem beschwerdefreien Leben. Nur durch eine professionelle Diagnose können unnötige Leiden vermieden und die richtigen Behandlungsstrategien eingeleitet werden. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Testverfahren, die zur Diagnose von Zöliakie eingesetzt werden, und erklärt, was Patienten von diesen Untersuchungen erwarten können.
Tests zur Diagnose von Zöliakie
Die Diagnose von Zöliakie ist ein mehrstufiger Prozess, der darauf abzielt, die Autoimmunreaktion auf Gluten nachzuweisen und die Schädigung des Dünndarms zu beurteilen. Es ist wichtig, dass Sie während des gesamten Diagnoseprozesses weiterhin Gluten essen, da die Tests sonst verfälscht werden können.Erste Schritte: Bluttests (Serologie)
Die ersten Anzeichen einer Zöliakie werden in der Regel durch Bluttests auf Antikörper aufgedeckt, die der Körper als Reaktion auf Gluten bildet. Die wichtigsten Antikörper sind:- Gewebstransglutaminase (tTG)-IgA-Antikörper: Dies ist der empfindlichste und spezifischste Test für Zöliakie. Hohe Werte deuten stark auf die Erkrankung hin.
- Endomysium (EMA)-IgA-Antikörper: Ebenfalls ein sehr spezifischer Test, der oft in Kombination mit tTG-Tests eingesetzt wird.
- Gesamt-IgA-Spiegel: Da eine IgA-Defizienz bei Zöliakie häufiger vorkommt, wird oft auch der Gesamt-IgA-Spiegel gemessen, um die Zuverlässigkeit der tTG- und EMA-Tests zu überprüfen. Wenn IgA niedrig ist, können IgG-basierte Tests (z.B. anti-tTG-IgG) erforderlich sein.