Kindliches Bronchialasthma ist eine chronische Erkrankung und im eigentlichen Sinne nicht heilbar. Viele Kinder wachsen jedoch über die Pubertät hinaus asthmaschwer nach oder ihre Symptome können durch eine konsequente Therapie so gut kontrolliert werden, dass sie kaum noch beeinträchtigend sind.
Verständnis und Behandlung von kindlichem Bronchialasthma
Symptome und Ursachen
Kindliches Bronchialasthma ist gekennzeichnet durch eine chronische Entzündung der Atemwege, die zu einer Überempfindlichkeit und Verengung führt. Typische Symptome sind wiederkehrender Husten, besonders nachts oder bei körperlicher Anstrengung, pfeifende Atemgeräusche (Giemen), Engegefühl in der Brust und Kurzatmigkeit. Die Ursachen sind komplex und meist eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen. Dazu gehören Allergene wie Hausstaubmilben, Pollen oder Tierhaare, aber auch virale Infekte der Atemwege, kalte Luft oder körperliche Belastung können Auslöser für Asthmaanfälle sein.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung des kindlichen Bronchialasthmas verfolgt zwei Hauptziele: die Anfallsprophylaxe und die Akutbehandlung von Anfällen. Zur Prophylaxe werden inhalative Medikamente eingesetzt, die entzündungshemmend wirken. Dazu gehören Kortikosteroide (ICS), die regelmäßig inhaliert werden, um die Entzündung in den Atemwegen langfristig zu reduzieren. Bei Bedarf, also zur schnellen Linderung von Atemnot während eines Anfalls, kommen kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika zum Einsatz, die die Bronchien erweitern.
- Basistherapie: Regelmäßige Inhalation von entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. ICS).
- Bedarfsmedikation: Schnelles Linderung von Atemnot durch Bronchodilatatoren.
- Allergiebehandlung: Bei nachgewiesenen Allergien kann eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein.
- Schulungen: Asthma-Schulungen für Kinder und Eltern zur korrekten Anwendung der Inhalatoren und zum Erkennen von Frühwarnzeichen.
Präventive Maßnahmen und Lebensstil
Neben der medikamentösen Therapie spielen präventive Maßnahmen und ein angepasster Lebensstil eine entscheidende Rolle. Dies beinhaltet die Vermeidung bekannter Auslöser, wie z.B. Rauch in der Umgebung, das konsequente Lüften von Wohnräumen und die Reduzierung von Allergenen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige, aber angepasste körperliche Aktivität sind ebenfalls förderlich. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kind und dem behandelnden Kinder- und Jugendarzt, um einen individuellen Therapieplan zu entwickeln und diesen fortlaufend anzupassen.